Heidelbeer-Dekorzucker

Heidelbeeren - Bild: Katarzyna Matylla

Heidelbeeren – Bild: Katarzyna Matylla

Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), regional auch Blaubeere, Schwarzbeere, Mollbeere, Wildbeere, Waldbeere, Bickbeere, Zeckbeere, Moosbeere oder Heubeere genannt, ist eine Art aus der Gattung der Heidelbeeren (Vaccinium) in der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Das interessiert vermutlich nur die Pflanzenfreunde unter euch. Uns alle aber interessiert eines: Heidelbeeren sind lecker! Außerdem kann man eine Menge damit anstellen, z. B. könnt ihr daraus diesen wunderschönen Heidelbeer-Dekorzucker machen:

Zutaten:

  • 75 g Blaubeeren (gewaschen und verlesen bzw. aufgetaut)
  • 150 g Hagelzucker

Zubereitung:

Die Heidelbeeren pürieren und durch ein feines Sieb passieren. In einer sauberen Schüssel zügig mit dem Hagelzucker vermischen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei maximal 50°C und leicht geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel hineinstecken) trocknen lassen. Sanft mit der flachen Hand »auseinanderrubbeln«, falls der Dekorzucker klumpt. In luftdicht schließende Schraubgläschen abfüllen – fertig! Der Heidelbeer-Dekorzucker schmückt den Zuckerguss auf Kuchen und Plätzchen.

Lavendelzucker

Mein Lavendel im Winter - Bild: privat

Mein Lavendel im Winter – Bild: privat

Ich liebe Lavendel! Ihr auch? Dann probiert doch mal dieses französische Lavendelzuckerrezept aus:

Zutaten:

  • 5 EL getrockneter Lavendel
  • 500 g Zucker (Sorte nach Belieben)

Zubereitung:

Die Lavendelblüten in der Küchenmaschine oder in einem Mörser zerkleinern und mit dem Zucker vermischen, in luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen, rund drei Wochen ziehen lassen – fertig! Wenn ihr keine Blütenstippen im Zucker haben wollt, könnt ihr die Lavendelblüten auch in ein Baumwollsäckchen oder einen Teebeutel geben.

Dieser feine Aromazucker schmeckt köstlich in Kuchen oder Keksen und zum Süßen von Schlagsahne. Über frische Erdbeeren oder Fruchtsalat gestreut, bietet er ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Bei der Dosierung solltet ihr allerdings sehr vorsichtig vorgehen, hier ist weniger mehr.

Jetzt im Winter schlummert mein Lavendel natürlich. Ab und zu lugt er keck aus dem Schnee hervor und schaut, ob nicht bald der Frühling kommt (siehe Foto). Um die kalte Jahreszeit zu überstehen, lege ich mir im Sommer stets einen Vorrat an getrockneten Lavendelblüten an. Dass ich meine Küchenpflanzen nicht spritze, versteht sich vermutlich von selbst. Zum Trocknen der Lavendelblüten hängt ihr einfach ein Bündel kopfüber an einem sonnenwarmen, aber schattigem Plätzchen auf. Nach einer Woche bis zehn Tagen könnt ihr die Büten auf einem sauberen Tuch abribbeln und in Leinen- oder Baumwollsäckchen aufbewahren. Wenn ihr keinen eigenen Lavendelbusch habt, dann achtet beim Einkauf bitte unbedingt darauf, nur ungespritzte Pflanzen zu erwerben! Inzwischen bieten viele Gärtnereien auch Bio-Lavendel in kleinen Töpfen an – und für solch einen Topf findet ihr bestimmt auch bei euch daheim ein sonniges Plätzchen. Ihr werdet sehen, es lohnt sich!

Veilchenzucker

Veilchen - Bild: Viola gracilis, Violaceae, Curtis's Botanical Magazine, London., vol. 140 [= ser. 4, vol. 10]: Tab. 8541

Veilchen – Bild: Viola gracilis, Violaceae, Curtis’s Botanical Magazine, London., vol. 140 [= ser. 4, vol. 10]: Tab. 8541

Dem kleinen Veilchen gleich,
das im Verborgenen blüht;
Sei immer fromm und gut,
auch wenn dich niemand sieht

Sei wie das Veilchen im Moose,
bescheiden, sittsam und rein
und nicht wie die stolze Rose,
die immer bewundert will sein.

Sei nicht wie das Veilchen im Moose:
sittsam, bescheiden und rein.
Du kannst ruhig wie die Rose
ein bisschen stachelig sein.

Ein Häuschen aus Rosen,
aus Veilchen die Tür.
Ein Herz voller Liebe,
das wünsch ich dir!

So bescheiden wie die Veilchen im Grase stehn,
so bescheiden sollst du durchs Leben gehn.

Bald kehrst du wieder,
oh, nur ein Weilchen,
und blaue Lieder
duften die Veilchen!

Das Veilchen am Bache,
das Röslein am Strauch,
sind alle zwei herzig –
und du bist es auch!

Veilchenduft und stiller Friede
Mahnt an Lieb` und Lenzesduft
Mit dem Veilchen möcht ich grüßen
das so still nach Liebe ruft

Wer kennt sie nicht, diese Poesiealbumzeilen aus längst vergangenen Kindertagen? Über Veilchen bzw.  Violen (Viola) lässt sich jedoch nicht nur vortrefflich reimen, nein, auch im Zucker machen die Blüten von Duft- und Hornveilchen ebenso wie Stiefmütterchenblüten eine gute Figur! Die Zubereitung von Veilchenzucker ist ganz einfach:

Zutaten:

  • 100 g ungespritzte Veilchenblüten
  • 500 g Zucker

Zubereitung:

Die Blütenblätter von den Veilchenblüten abzupfen, auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ausbreiten und bei maximal 50°C und leicht geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel hineinstecken) trocknen lassen. Anschließend die getrockneten Blütenblätter in der Küchenmaschine oder im Mörser fein zermahlen und mit dem Zucker vermischen. In luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen und mindestens drei Wochen ziehen lassen – fertig!

Der Veilchenzucker eignet sich wunderbar zum Verfeinern von Süßspeisen und Gebäck aller Art. Schön verpackt ist er ein willkommenes Geschenk für DIY-Fans und Hobbyköche. Außerdem könnt ihr ihn auch zu Likör und Gelee weiterverarbeiten.