Vanille-Mandel-Zucker

Mandel - Bild: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé: »Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz« 1885, Gera

Mandel – Bild: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé: »Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz« 1885, Gera

Nun habe ich noch eine Verlockung für die Naschkatzen unter euch: meinen Vanille-Mandel-Zucker. Kürzlich ist mir beim Einkaufen ein edel etikettiertes Gläschen ähnlichen Namens in die Hände gefallen. Nach einem Blick auf den Preis – 7,50 € für 130 Gramm – habe ich den Aromazucker schnell wieder ins Regal gestellt. Man muss ja nicht alles kaufen … Viel sinnvoller, preiswerter und meist auch gesünder ist es, seine Leckereien selbst herzustellen. Und mehr Spaß macht es auch! Ich habe mir also die Inhaltsstoffe meines Wunschzuckers gemerkt und mich hingesetzt und gegrübelt. Bittermandelöl sollte hinein. Hm, ist das nicht giftig? Nein! Anfragen beim Arzt und Apotheker meines Vertrauens brachten die frohe Kunde, dass das in Küche und Kosmetik verwendete Bittermandelöl keineswegs giftig ist und unbedenklich verzehrt werden kann. Gewonnen wird es übrigens aus den ätherischen Ölen von Bittermandel-, Aprikosen- oder Pfirsichkernen. So weit, so gut. Flugs wanderte ein Fläschchen davon in meinen Einkaufskorb. Auf Trennmittel und ähnliches Gedöns konnte und wollte ich verzichten. Was blieb also noch? Zucker und Vanille. Nicht sehr aussagekräftig. Und irgendwie fehlte mir da für meinen Geschmack auch die echte Mandel. Erneutes Grübeln war angesagt. Wie wäre es, wenn ich … Ja, genau! Nach einer Viertelstunde intensiven Nachdenkens beschloss ich, meine Rezepte für Vanillezucker und Mandelzucker in leicht abgewandelter Form zu kombinieren und das Ganze mit Bittermandelöl abzurunden. Gesagt, getan, das Ergebnis schmeckt umwerfend. Aber seht selbst:

Zutaten:

  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 3 bis 5 Tropfen blausäurefreies Bittermandelöl
  • 3 gemahlene Vanilleschoten
  • 300 g brauner Rohrzucker oder Kandisfarin

Zubereitung:

Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und zusammen mit den übrigen Zutaten in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein mahlen. In luftdicht schließende Schraubgläschen abfüllen – fertig! Der feine Vanille-Mandel-Zucker mit seinem edlen Marzipanaroma eignet sich zum Verfeinern von Cremespeisen, Eis, Puddings, Kuchen, Keksen, Pralinen, Quark- und Joghurtspeisen, Müsli, Obstsalaten, Kaffee und heißer Schokolade.

Vanillezucker

Brauner Vanillezucker - Bild: privat

Brauner Vanillezucker – Bild: privat

Es gibt zuckrige Basisrezepte, die gar nicht oft genug wiederholt werden können, damit in einer nicht allzu fernen Zukunft auch wirklich jeder Hobbykoch weiß, wie einfach sie nachzuvollziehen sind. Das Rezept für Vanillezucker ist solch ein Fall. Die meisten von euch haben sicher schon längst selbst gemachten Vanillezucker im Schrank stehen. Aber vielleicht gibt es unter euch ja doch den einen oder anderen, der sich bislang nicht nicht an dessen Zubereitung gewagt hat. Für euch kommt hier das Rezept:

Zutaten:

  • 100 g Zucker (Sorte nach Belieben)
  • 1 ausgekratzte Bourbonvanilleschote, z. B. von MADAVANILLA

Zubereitung:

Die Vanilleschote für den Vanillezucker in Stücke schneiden und die klein geschnittenen Schotenstücke zusammen mit dem Zucker in ein luftdicht verschließbares Schraubglas geben, kräftig schütteln und rund zwei Wochen ziehen lassen. Neigt sich euer Vanillezuckervorrat dem Ende zu, könnt ihr immer wieder Zucker nachfüllen. Die Vanilleschotenschnipsel geben über viele Monate ihr Aroma an den Vanillezucker ab. Natürlich könnt ihr auch weitere frische Schotenstücke in euer Zuckerglas geben! Ich habe stets mehrere Vanillezuckeransätze gleichzeitig »in der Mache« – mit verschiedenen Zuckersorten. Wenn ich es besonders üppig treiben will, gebe ich eine ganze aufgeschlitzte Vanilleschote in den Ansatz. Für besonders feinen Vanillezucker könnt ihr den Zucker auch mit der ganzen Vanilleschote mahlen.

Weißer Vanillezucker - Bild: privat

Weißer Vanillezucker – Bild: privat