Himbeerzucker fuer Eilige

Himbeeren - Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler's Medizinal-Pflanzen«

Himbeeren – Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler’s Medizinal-Pflanzen«

Für Menschen mit wenig Zeit und alle, die für den Valentinstag ein Geschenk suchen, das sich auch in der letzten Minute noch zubereiten lässt, ist der Himbeerzucker für Eilige gedacht. Getrocknete Himbeeren findet ihr im Bio-Laden eures Vertrauens, im Reformhaus sowie in vielen Apotheken.

Zutaten:

  • 1 Vanilleschote (ausgekratztes Mark)
  • 100 g getrocknete Himbeeren
  • 300 g Rohrohrzucker

Zubereitung:

Das Vanillemark, die getrockneten Himbeeren und den Rohrohrzucker in einer sauberen Schüssel vermischen, in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein zermahlen und in luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen – fertig! Wie der Himbeerzucker aus frischen oder tiefgefrorenen Himbeeren schmeckt auch der Himbeerzucker für Eilige sehr lecker zu allen Süßspeisen.

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Zimtiger Erdbeerzucker

Erdbeeren - Bild: Deborah Griscom Passmore (1890)

Erdbeeren – Bild: Deborah Griscom Passmore (1890)

Wir bleiben rosarot-romantisch und bei der Erdbeere. Das folgende Rezept für zimtigen Erdbeerzucker ist eine kleine Abwandlung des euch schon bekannten Erdbeerzuckers aus dem vorvorigen Artikel:

Zutaten:

  • 1 Vanilleschote (ausgekratztes Mark)
  • 5 TL Zimt
  • 100 g Erdbeeren (gewaschen und verlesen bzw.  aufgetaut)
  • 500 g Haushaltszucker

Zubereitung:

Die Erdbeeren pürieren und durch ein feines Sieb passieren. Das Fruchtpüree mit dem Vanillemark, dem Zimt und dem Zucker vermischen. Die Masse möglichst dünn auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei maximal 50°C und leicht geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel hineinstecken) trocknen lassen. Dabei gelegentlich mit dem Pfannenwender aufbrechen und wenden, damit der Zucker gleichmäßig trocknet. Anschließend in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein zermahlen und in luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen – fertig! Dieser köstlich nach Zimt duftende Erdbeerzucker schmeckt sehr gut zu allen Süßspeisen und ist ein willkommenes Geschenk für Schleckermäuler jeden Alters.

Bunter Dekorzucker

Claude Boutets Farbkreise (1708) - Bild: Claude Boutet

Claude Boutets Farbkreise (1708) – Bild: Claude Boutet

Ich gestehe: Ich mag Lebensmittel, die die bunten Farbkreise eines Claude Boutet, Johannes Itten oder Johann Wolfgang von Goethe widerspiegeln. Zwar benötige ich Lebensmittelfarben nicht zwingend zum Kochen oder Backen. Dennoch sehen viele Leckereien bunt einfach noch appetitlicher aus. Bei meinen Recherchen habe ich schnell festgestellt, dass das EU-Bio-Logo bzw. das deutsche Bio-Siegel allein auf Glas, Dose oder Tütchen noch keine natürliche Lebensmittelfarbe macht. Das bedeutet nämlich nicht mehr (aber auch nicht weniger), als dass diese Produkte aus ökologisch kontrolliertem Anbau stammen, nicht gentechnisch verändert, ohne Einsatz konventioneller Pestizide, Kunstdünger oder Abwasserschlamm angebaut und nicht ionisierend bestrahlt (Teilchen- oder elektromagnetische Strahlung) wurden und weniger Lebensmittelzusatzstoffe als konventionelle Lebensmittel enthalten. Aha! Sie enthalten »weniger« Lebensmittelzusatzstoffe, verzichten also nicht ganz darauf.

Ich habe das rote Lebensmittelpuder eines großen Bio-Herstellers genauer unter die Lupe genommen. Die Inhaltsstoffe bestehen aus Kochsalz, E 124 a (Ponceau 4R) – E124 a ist ein künstlich hergestellter roter Azo-Farbstoff, der Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen und bei empfindlichen Personen jeden Alters zu Pseudoallergien in Form von Hautausschlag, Atemwegsbeschwerden oder verschwommenem Sehvermögen führen kann. Öhm … »Bio« ist das für mich nicht!

Wenn ihr keine Zeit oder Lust habt, eure eigenen Lebensmittelfarben herzustellen (rechtzeitig vor Ostern werde ich zu diesem Thema ein größeres Special online stellen), findet ihr natürliche Lebensmittelfarben ohne künstliche Farbstoffe in der Apotheke. Auch immer mehr Online-Shops für Hobbybäcker wie beispielsweise Mein Cupcake.de bieten sie an. Ich besorge meine Farben immer in der Apotheke, da ich dort gezielt nachhaken kann, wenn ich Fragen oder gar Zweifel habe. Mit diesen Farben mische ich dann ruhigen Gewissens meinen bunten Dekorzucker:

Zutaten:

  • natürliche Lebensmittelfarben
  • Haushaltszucker

Zubereitung:

Den Zucker in ein sauberes Schraubglas füllen und die Wunschfarbe nach Anleitung dosiert hinzufügen. Das Glas schließen, kräftig schütteln und so die Farbe gut verteilen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und bei maximal 50°C und leicht geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel hineinstecken) trocknen lassen. Den bunten Zucker gegebenenfalls anschließend in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein zermahlen. In luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen – fertig! Der Dekorzucker eignet sich für alle Arten von Süßspeisen und Gebäck, zur Herstellung von Zuckerrändern an Cocktailgläsern sowie als hübsche Streusüße. Außerdem könnt ihr ihn natürlich auch verwenden, um meine Rezepte nachzuarbeiten. Viel Spaß beim Farbenspiel!

Rosen-Orangen-Zucker

Rose mit Regentropfen - Bild: Audrey, Central Pennsylvania, USA

Rose mit Regentropfen – Bild: Audrey, Central Pennsylvania, USA

Dieser köstliche Rosen-Orangen-Zucker schmeckt wunderbar zu Eis, Pudding, Milchreis und anderen Desserts. Hübscht verpackt, ist er ein schönes Geschenk – nicht nur zum Valentinstag!

Zutaten:

  • 1 Vanilleschote
  • 100 g duftende ungespritzte Rosenblüten
  • 1 EL ungespritzte Orangenschale
  • 500 g Haushaltszucker

Zubereitung:

Die Blütenblätter von den Rosenblüten abzupfen, auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ausbreiten und bei maximal 50°C und leicht geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel hineinstecken) trocknen lassen. Anschließend die getrockneten Blütenblätter mit der Orangenschale und dem Zucker in der Küchenmaschine oder im Mörser fein zermahlen. In luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen und mindestens drei Wochen ziehen lassen – fertig!

Zimtzucker

Zimtbaum - Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler's Medizinal-Pflanzen«

Zimtbaum – Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler’s Medizinal-Pflanzen«

Da es heute Abend schon so spät ist, stelle ich euch schnell einen Klassiker unter den Gewürzzuckern vor: den Zimtzucker. Jeder kennt ihn, fast alle lieben ihn. Fertig gemischt ist er im Lebensmittelhandel relativ teuer. Doch wieso fertige Mischungen kaufen, wenn wir uns unseren Leckerschmecker-Zimtzucker auch selbst anrühren können? Das geht ganz einfach:

Zutaten:

  • 1 Zimtstange
  • 2 EL Zimt
  • 200 g brauner Rohrohrzucker

Zubereitung:

Den Zimt mit dem Zucker sorgfältig in einer sauberen Schüssell vermischen und in ein großes, luftdicht schließendes Schraubglas geben. Die Zimtstange hineinstecken, Glas verschließen, rund eine Woche ziehen lassen – fertig! Der aromatische Zimtzucker schmeckt lecker auf allen apfelhaltigen Süßspeisen sowie in Kuchen und Gebäck. Wer mag, kann auch seinen Tee damit würzen.

White Velvet Sugar

Weiße Schokolade - Bild: Shabi

Weiße Schokolade – Bild: Shabi

Gestern Abend wurde es schokoladig und schokoladig geht es heute auch weiter. Und zwar mit dem White Velvet Sugar:

Zutaten:

  • 1/2 TL Kardamompulver
  • 1/2 TL Korianderpulver
  • 1/2 TL Nelkenpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 bis 2 TL Vanillezucker
  • 100 g grob gehackte weiße Schokolade
  • 150 g weißer Zucker (ich nehme gern Palmzucker)

Zubereitung:

Alle Zutaten in der Küchenmaschine oder dem Blitzhacker (der Mörser ist aufgrund der Schokolade nicht geeignet) fein mahlen. In luftdicht schließende Schraubgläschen abfüllen – fertig! Der aromatische White Velvet Sugar verfeinert Süßspeisen und Gebäck. Tipp: Zwei Teelöffel des Gewürzzuckers in einem Becher heißer Milch auflösen und genießen. Hmmm …

Mandelzucker

Mandel - Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler's Medizinal-Pflanzen«

Mandel – Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler’s Medizinal-Pflanzen«

Auch, wenn ich vom Frühling träume, ist mir doch nur allzu bewusst, dass wir uns mitten im Winter befinden. Zeit, die Küchenschränke zu durchstöbern und zu schauen, welche Backzutaten aus der Weihnachtsküche übrig geblieben sind. Wenn ihr Mandeln, Kardamom, Nelken, Koriander, Zucker und Vanillezucker findet, könnt ihr im Handumdrehen köstlichen Mandelzucker machen:

Zutaten:

  • 250 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Kardamompulver
  • 1 TL Korianderpulver
  • 1 TL Nelkenpulver
  • 1 EL Vanillezucker
  • 200 g brauner Rohrzucker oder Kandisfarin

Zubereitung:

Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und zusammen mit den übrigen Zutaten in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein mahlen. In luftdicht schließende Schraubgläschen abfüllen – fertig! Der Mandelzucker mit seinem herrlich nussigen Aroma eignet sich hervorragend zum Backen und schmeckt sehr lecker im Milchreis oder Müsli sowie zu Obstsalaten oder auf Apfelkuchen und im Cappuccino. Kurz: Ein delikates Schmankerl nicht nur während der Weihnachtszeit!

Orange-Almond-Sprinkle-Mix

Pomeranze – Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler's Medizinal-Pflanzen«

Pomeranze – Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler’s Medizinal-Pflanzen«

Der Orange-Almond-Sprinkle-Mix ist ein unkonventionelles Würzmittel, mit dem sich Süßspeisen aller Art verfeinern lassen. Ich gebe ihn auch gern in Keksteig und peppe Weißbrote damit auf. Außerdem ist die aromatische Mischung ideal, um aus der Weihnachtszeit übrig gebliebene Backzutaten aufzubrauchen. Hier ist das Rezept:

Zutaten:

  • 2 TL Zimt
  • 2 EL Orangenzucker
  • 2 EL Orangenblütenwasser
  • 100 g fein gehacktes Orangeat (Österreich: Aranzini)
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 200 g brauner Rohrzucker

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer sauberen Schüssel vermischen und in luftdicht schließende Schraubgläschen abfüllen – fertig! Bitte im Kühlschrank aufbewahren, dann hält sich der Orange-Almond-Sprinkle-Mix bis zu drei Monate.