Gestern bin ich leider nicht zum Bloggen gekommen, da ich überraschend Besuch bekommen habe. Als Gastgeschenk gab es einen Strauß Bio-Rosen, der natürlich gleich in die Küche gewandert ist. Bei mir stehen Blumen nur selten in der Vase … Über die saftigen Blätter haben sich meine Stabinsekten gefreut. Die Blüten habe ich über Nacht eingefroren und heute Morgen mit einer Schere zerschnibbelt – ein Tipp, den ich auf einer amerikanischen Website gefunden habe und schon lange ausprobieren wollte. Anschließend habe ich die Blütenblätter mit dem Zucker vermischt und in den Ofen gesteckt. Dort trocknen sie nun munter vor sich hin und geben ihr wundervolles Aroma an die Zuckerkristalle ab.

Als erstes Zwischenergebnis konnte ich die Rezepte für Rosenzucker und Orientalischen Duftrosenzucker mit neuen Bildern bestücken. Mein Ziel ist, dass gegen Jahresende alle meine Rezepte von privaten Fotos begleitet werden. Und weil ich gerade so schön dabei war, habe ich auch gleich noch ein Bild von meiner Zuckercouleur hochgeladen. Für euch ist es ja viel einfacher, meine Rezepte nachzuvollziehen, wenn ihr wisst, wie das Resultat aussehen soll. Natürlich sind die Fotos keine professionell im Studio erstellten, sauber ausgeleuchteten Produktfotos, sondern »Küchenfotos«, die quasi nebenbei entstanden sind. Die Fotografen unter euch mögen mir also bitte fotografische Schnitzer verzeihen.

 

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Orientalischer Duftrosenzucker

Bio-Rosen - Bild: privat

Bio-Rosen – Bild: privat

Und weiter geht es mit den romantischen Rezepten! Heute möchte ich euch meinen orientalischen Duftrosenzucker ans Herz legen:

Zutaten:

  • 1/2 TL Ingwerpulver
  • 1/2 TL Korianderpulver
  • 1/2 TL Muskatpulver
  • 1/2 TL Nelkenpulver
  • 1 TL Kardamompulver
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 EL getrocknete Minze
  • 1-2 Handvoll Rosenblütenblätter, vorzugsweise von wilden Duftrosen
  • 200 g brauner Rohrohrzucker

Zubereitung:

Die frischen Rosenblütenblätter gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei maximal 50°C und leicht geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel hineinstecken) trocknen lassen. Anschließend die getrockneten Blütenblätter mit den Gewürzen und dem Zucker vermischen und in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein zermahlen. In luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen und rund drei Wochen ziehen lassen – fertig! Der Duftrosenzucker mit seinem Aroma von 1 001 Nacht eignet sich wunderbar zum Verfeinern von Süßspeisen und Gebäck aller Art. Hübsch verpackt ist er ein schönes Geschenk zum Valentinstag und anderen festlichen Anlässen. Tipp: Wenn ihr keine wilden Duftrosen findet, dann könnt ihr in der Apotheke oder im Internet persische Duftrosen bestellen, die eigens für den Verzehr, z. B. in Teemischungen, gezüchtet werden. Sie duften besonders intensiv und geben ihr Aroma schnell an den Zucker ab. Weitere Alternativen sind chinesische und bulgarische Duftrosen. Achtet bitte nur immer darauf, keine Rosen für Dekozwecke zu erwischen!

Rosenzucker

Bio-Rosen - Bild: privat

Bio-Rosen – Bild: privat

Rosen (Rosaceae) gelten seit dem Altertum als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische. Sie sehen im Garten oder in der Vase nicht nur wunderschön aus, sondern finden auch vielfältige Verwendung in der Kosmetik und der Küche: Das Rosenöl (Rosae aetheroleum) wird von der Parfumindustrie geliebt und das bei seiner Gewinnung anfallende Rosenwasser aromatisiert z. B. Marzipan und Lebkuchen. Aus den Blüten der Königin der Blumen lässt sich ganz leicht köstlicher Rosenzucker herstellen. Hier ist das Rezept:

Zutaten:

  • 100 g duftende ungespritzte Rosenblüten
  • 500 g Zucker

Zubereitung:

Die Blütenblätter von den Rosenblüten abzupfen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und bei maximal 50°C und leicht geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel hineinstecken) trocknen lassen. Anschließend die getrockneten Blütenblätter mit dem Zucker vermischen und in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein zermahlen. In luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen und mindestens drei Wochen ziehen lassen – fertig!

Der Rosenzucker eignet sich wunderbar zum Verfeinern von Süßspeisen und Gebäck aller Art. Hübsch verpackt ist er auch ein edles Geschenk für liebe Freunde und ein tolles Mitbringsel bei Einladungen von DIY-Fans und Hobbyköchen. Tipp: Ihr könnt die Rosenblütenblätter auch direkt mit dem Zucker mischen, in den Ofen geben und trocknen.

Zerkleinerte Rosenblütenblätter - Bild: privat

Zerkleinerte Rosenblütenblätter – Bild: privat

Mit Zucker vermischte Rosenblütenblätter - Bild: privat

Mit Zucker vermischte Rosenblütenblätter – Bild: privat

Rosenzuckeransatz nach dem Trocknen im Ofen - Bild: privat

Rosenzuckeransatz nach dem Trocknen im Ofen – Bild: privat

Rosenzucker im Mörser - Bild: privat

Rosenzucker im Mörser – Bild: privat

Mittelfein gemörserter Rosenzucker - Bild: privat

Mittelfein gemörserter Rosenzucker – Bild: privat

Rosenzucker im Glas - Bild: privat

Rosenzucker im Glas – Bild: privat