Winterapfel-Zucker

Apfel - Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler's Medizinal-Pflanzen«

Apfel – Bild: Franz Eugen Köhler: »Köhler’s Medizinal-Pflanzen«

Als vorletztes Rezept für heute möchte ich euch meinen Winterapfel-Zucker vorstellen. Die Idee dazu hatte ich, als ich vor einiger Zeit im Internet über ein Rezept stolperte, bei dem mich die unpräzisen Angaben der Zutaten stutzig machten: Der Hauptteil der Ingredienzien war nicht einwandfrei zu identifizieren (Was war gemeint? Wo was kaufen?) bzw.  schien mir künstlich aromatisiert zu sein. Absolut nicht mein Fall! Aber die Grundidee gefiel mir, also habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich das Rezept auf Aikurosche Art gestalten könnte. Hier ist das Ergebnis:

Zutaten:

Zubereitung:

Alle Zutaten in der Küchenmaschine oder dem Blitzhacker (mit dem Mörser kommt ihr hier nicht weiter!) fein mahlen. In luftdicht schließende Schraubgläschen abfüllen – fertig! Der fruchtige Winterapfel-Zucker schmeckt besonders gut in Tee und auf Pfannkuchen, in Quark oder Joghurt sowie als Würzmittel in Keksteigen.

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Vanille-Mandel-Zucker

Mandel - Bild: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé: »Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz« 1885, Gera

Mandel – Bild: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé: »Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz« 1885, Gera

Nun habe ich noch eine Verlockung für die Naschkatzen unter euch: meinen Vanille-Mandel-Zucker. Kürzlich ist mir beim Einkaufen ein edel etikettiertes Gläschen ähnlichen Namens in die Hände gefallen. Nach einem Blick auf den Preis – 7,50 € für 130 Gramm – habe ich den Aromazucker schnell wieder ins Regal gestellt. Man muss ja nicht alles kaufen … Viel sinnvoller, preiswerter und meist auch gesünder ist es, seine Leckereien selbst herzustellen. Und mehr Spaß macht es auch! Ich habe mir also die Inhaltsstoffe meines Wunschzuckers gemerkt und mich hingesetzt und gegrübelt. Bittermandelöl sollte hinein. Hm, ist das nicht giftig? Nein! Anfragen beim Arzt und Apotheker meines Vertrauens brachten die frohe Kunde, dass das in Küche und Kosmetik verwendete Bittermandelöl keineswegs giftig ist und unbedenklich verzehrt werden kann. Gewonnen wird es übrigens aus den ätherischen Ölen von Bittermandel-, Aprikosen- oder Pfirsichkernen. So weit, so gut. Flugs wanderte ein Fläschchen davon in meinen Einkaufskorb. Auf Trennmittel und ähnliches Gedöns konnte und wollte ich verzichten. Was blieb also noch? Zucker und Vanille. Nicht sehr aussagekräftig. Und irgendwie fehlte mir da für meinen Geschmack auch die echte Mandel. Erneutes Grübeln war angesagt. Wie wäre es, wenn ich … Ja, genau! Nach einer Viertelstunde intensiven Nachdenkens beschloss ich, meine Rezepte für Vanillezucker und Mandelzucker in leicht abgewandelter Form zu kombinieren und das Ganze mit Bittermandelöl abzurunden. Gesagt, getan, das Ergebnis schmeckt umwerfend. Aber seht selbst:

Zutaten:

  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 3 bis 5 Tropfen blausäurefreies Bittermandelöl
  • 3 gemahlene Vanilleschoten
  • 300 g brauner Rohrzucker oder Kandisfarin

Zubereitung:

Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und zusammen mit den übrigen Zutaten in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein mahlen. In luftdicht schließende Schraubgläschen abfüllen – fertig! Der feine Vanille-Mandel-Zucker mit seinem edlen Marzipanaroma eignet sich zum Verfeinern von Cremespeisen, Eis, Puddings, Kuchen, Keksen, Pralinen, Quark- und Joghurtspeisen, Müsli, Obstsalaten, Kaffee und heißer Schokolade.