Valentins-Tag-Herzen

Prang's Valentine cards (1883) – Bild: L. Prang & Co., Boston

Prang’s Valentine cards (1883) – Bild: L. Prang & Co., Boston

Gestern bin ich leider nicht zum Bloggen gekommen. Dafür habe ich heute etwas ganz Besonderes für euch: meine Valentins-Tag-Herzen. Sie sind viel charmanter als die üblichen Pralinen oder Blumen und mit ihren fein abgestimmten Gewürzen der wohl aromatischste Liebesbeweis, den ihr zum Tag der Liebe verschenken könnt. Da sie einige Tage trocknen müssen, solltet ihr bald mit ihrer Zubereitung beginnen. Wikipedia weiß übrigens über den Valentinstag:

Der Valentinstag am 14. Februar gilt in einigen Ländern als Tag der Liebenden. Das Brauchtum dieses Tages geht auf einen oder mehrere christliche Märtyrer namens Valentinus (infrage kommen vor allem Valentin von Terni oder Valentin von Viterbo) zurück, die der Überlieferung zufolge das Martyrium durch Enthaupten erlitten haben.

Der Gedenktag wurde von Papst Gelasius I. im Jahr 469 für die ganze Kirche eingeführt, 1969 jedoch aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Verbreitet gibt es jedoch um den Valentinstag herum Gottesdienste, in denen Ehepaare gesegnet werden. An Bekanntheit gewann der Valentinstag im deutschsprachigen Raum durch den Handel mit Blumen, besonders jedoch durch die intensive Werbung der Blumenhändler und Süßwarenfabrikanten.

Ihr könnt euch schon denken, dass ich selbst gemachte Geschenke wie die Valentins-Tag-Herzen schöner finde, als dem Kommerzrausch zu verfallen. Nichts gegen Blumenhändler und Süßwarenhersteller … Aber etwas Selbstgemachtes ist immer liebevoller als etwas Gekauftes. Ihr zeigt damit, dass ihr euch Gedanken gemacht und euch Zeit für euren Partner genommen habt. Und meine Valentinstag-Herzen sind dazu nicht einmal teuer – auch junge Menschen mit einem schmalen Geldbeutel können sie sich leisten. Aber seht selbst:

Zutaten:

  • 1/4 TL Nelkenpulver
  • 1 Vanilleschote (ausgekratztes Mark)
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL entöltes Kakaopulver (Backkakao)
  • 1 EL Wasser oder Orangenblütenwasser
  • 200 g brauner Rohrohrzucker

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten in einer sauberen Schüssel vermischen, das Vanillemark untermengen und zum Schluss nach und nach das Wasser oder Orangenblütenwasser hinzufügen. Dabei bitte aufpassen: Der Zucker sollte feucht sein, sich aber nicht auflösen! Die Masse in eine Silikonherzform füllen und gut andrücken. Mit einem angefeuchteten Finger über die Oberfläche streichen, damit der Boden ein wenig fester wird und die Valentins-Tag-Herzen beim Herausnehmen aus der Form nicht zerbröseln. An einem warmen Ort, z. B. auf der Heizung, über mehrere Tage trocknen lassen. Dann in kleine Zellophantütchen oder eine schöne Schachtel geben – fertig! Die Valentins-Tag-Herzen aromatisieren Tee, Kaffee, Cappuccino … Einfach ein Herz ins Lieblingsgetränk geben, darin auflösen und genießen! Tipp: Natürlich könnt ihr die Masse auch in andere Formen drücken und zu weiteren feierlichen Anlässen wie Geburtstagen, Ostern, Muttertag, Weihnachten oder Hochzeiten verschenken.

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Chili-Zimt-Zucker

Paprika - Bild: Sara Hegewald /pixelio.de

Paprika – Bild: Sara Hegewald /pixelio.de

Wo wir gerade so schön beim Thema »scharf« sind, schiebe ich schnell noch mein Rezept für Chili-Zimt-Zucker hinterher. Schließlich sollt ihr euch hier ja nicht langweilen. Der aromatische Zucker schmeckt wunderbar in heißer Schokolade, als Gewürz in selbst gemachtem Eis und als Streusüße über gegrilltem Obst aller Art.

Zutaten:

  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 EL rosenscharfes Paprikapulver
  • 1 EL Zimt
  • 6 getrocknete Chilischoten
  • 100 g brauner Rohrohrzucker

Zubereitung:

Alle Zutaten vermischen, in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein mahlen und in luftdicht schließende Schraubgläschen füllen – fertig! Tipp: Abgepackt in kleine Reagenzgläser ist der Chili-Zimt-Zucker rund ums Jahr auch ein schönes Mitbringsel für Küchenfeen und Hobbyköche.

Schoko-Chili-Mandeln

Schoko-Chili-Mandeln – Bild: privat

Schoko-Chili-Mandeln – Bild: privat

Die scharfen Schoko-Chili-Mandeln britzeln ordentlich auf der Zunge und sind nicht jedermanns Geschmack. Ich mag sie und stelle sie gern rund ums Jahr als abendliche Knabberei auf den Tisch. Hier ist das Rezept:

Zutaten:

  • 1 Prise Meersalz
  • 1 TL Chilipulver
  • 2 EL entöltes Kakaopulver (Backkako)
  • 2 EL brauner Vanillezucker
  • 125 ml Wasser
  • 100 g brauner Rohrohrzucker
  • 200 g ungeschälte Mandeln

Zubereitung:

Salz, Chilipulver, Kakaopulver, Vanillezucker und Zucker zusammen mit dem Wasser in einer beschichteten Pfanne verrühren und kurz aufkochen lassen. Die Mandeln hinzufügen und unter Rühren auf mittlerer Flamme weiter köcheln lassen, bis das Wasser verdunstet ist und die Mandeln von einer schönen Zuckerschicht umhüllt sind. So lange weiter rühren, bis der Zucker karamellisiert und die Mandeln glänzen. Dann die Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech schütten, mit zwei Gabeln auseinanderziehen und abkühlen lassen – fertig! Entweder sofort genießen oder in kleine Zellophantütchen abfüllen und verschenken.

Lebkuchenmandeln

Gebrannte Mandeln - Bild: Mattes

Gebrannte Mandeln – Bild: Mattes

Gebrannte Mandeln bzw. Krachmandeln lassen sich nach Belieben abwandeln und verfeinern. Eines meiner Lieblingsrezepte ist das für Lebkuchenmadeln:

Zutaten:

  • 1/2 TL Zimt
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 2 EL entöltes Kakaopulver (Backkako)
  • 2 EL brauner Vanillezucker
  • 125 ml Wasser
  • 200 g brauner Rohrohrzucker
  • 200 g ungeschälte Mandeln

Zubereitung:

Zimt, Lebkuchengewürz, Kakaopulver, Vanillezucker und Zucker zusammen mit dem Wasser in einer beschichteten Pfanne verrühren und kurz aufkochen lassen. Die Mandeln hinzufügen und unter Rühren auf mittlerer Flamme weiter köcheln lassen, bis das Wasser verdunstet ist und die Mandeln von einer schönen Zuckerschicht umhüllt sind. So lange weiter rühren, bis der Zucker karamellisiert und die Mandeln glänzen. Dann die Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech schütten, mit zwei Gabeln auseinanderziehen und abkühlen lassen – fertig! Entweder sofort genießen oder in kleine Zellophantütchen abfüllen und verschenken. Tipp: Die Lebkuchenmandeln schmecken auch lecker, wenn ihr sie im Mörser grob zerkleinert und über Eis gebt – hmmm!

Vanille-Mandel-Zucker

Mandel - Bild: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé: »Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz« 1885, Gera

Mandel – Bild: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé: »Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz« 1885, Gera

Nun habe ich noch eine Verlockung für die Naschkatzen unter euch: meinen Vanille-Mandel-Zucker. Kürzlich ist mir beim Einkaufen ein edel etikettiertes Gläschen ähnlichen Namens in die Hände gefallen. Nach einem Blick auf den Preis – 7,50 € für 130 Gramm – habe ich den Aromazucker schnell wieder ins Regal gestellt. Man muss ja nicht alles kaufen … Viel sinnvoller, preiswerter und meist auch gesünder ist es, seine Leckereien selbst herzustellen. Und mehr Spaß macht es auch! Ich habe mir also die Inhaltsstoffe meines Wunschzuckers gemerkt und mich hingesetzt und gegrübelt. Bittermandelöl sollte hinein. Hm, ist das nicht giftig? Nein! Anfragen beim Arzt und Apotheker meines Vertrauens brachten die frohe Kunde, dass das in Küche und Kosmetik verwendete Bittermandelöl keineswegs giftig ist und unbedenklich verzehrt werden kann. Gewonnen wird es übrigens aus den ätherischen Ölen von Bittermandel-, Aprikosen- oder Pfirsichkernen. So weit, so gut. Flugs wanderte ein Fläschchen davon in meinen Einkaufskorb. Auf Trennmittel und ähnliches Gedöns konnte und wollte ich verzichten. Was blieb also noch? Zucker und Vanille. Nicht sehr aussagekräftig. Und irgendwie fehlte mir da für meinen Geschmack auch die echte Mandel. Erneutes Grübeln war angesagt. Wie wäre es, wenn ich … Ja, genau! Nach einer Viertelstunde intensiven Nachdenkens beschloss ich, meine Rezepte für Vanillezucker und Mandelzucker in leicht abgewandelter Form zu kombinieren und das Ganze mit Bittermandelöl abzurunden. Gesagt, getan, das Ergebnis schmeckt umwerfend. Aber seht selbst:

Zutaten:

  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 3 bis 5 Tropfen blausäurefreies Bittermandelöl
  • 3 gemahlene Vanilleschoten
  • 300 g brauner Rohrzucker oder Kandisfarin

Zubereitung:

Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und zusammen mit den übrigen Zutaten in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein mahlen. In luftdicht schließende Schraubgläschen abfüllen – fertig! Der feine Vanille-Mandel-Zucker mit seinem edlen Marzipanaroma eignet sich zum Verfeinern von Cremespeisen, Eis, Puddings, Kuchen, Keksen, Pralinen, Quark- und Joghurtspeisen, Müsli, Obstsalaten, Kaffee und heißer Schokolade.

Orientalischer Kaffeezucker

Original türkischer Kaffee, serviert in džezvica-Kannen und Tassen ohne Henkel in Bosnien-Herzegowina - Bild: Raffaello

Original türkischer Kaffee, serviert in džezvica-Kannen und Tassen ohne Henkel in Bosnien-Herzegowina – Bild: Raffaello

Für die Kaffeeliebhaber unter euch habe ich heute eines von vielen orientalischen Rezepten, mit denen ich dieses Weblog noch füttern möchte – mein Lieblingsrezept für Kaffeezucker. Er lässt sich schnell und unkompliziert anmischen. Aber seht selbst:

Zutaten:

  • 1,5 TL Zimt
  • 3 EL entöltes Kakaopulver (Backkakao)
  • 500 g brauner Rohrzucker

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer sauberen Schüssel miteinander vermischen und in luftdicht schließende Schraubgläschen füllen – fertig! Tipp: Schmeckt nicht nur lecker in starkem schwarzen Kaffee oder Mokka, sondern auch in Milch- oder Eiskaffee und Cappuccino! Einfach nach Geschmack mit dem Kaffeezucker würzen.

Schoko-Zimt-Zucker

Schokolade und Zimt - Bild: blmurch

Schokolade und Zimt – Bild: blmurch

Schleckermäulchen und Zimtliebhaber werden kaum die Finger von diesem köstlichen Schoko-Zimt-Zucker lassen können. Daher will ich euch auch gar nicht auf die lange Folter spannen, sondern zeige euch gleich mein Rezept:

Zutaten:

  • 3 TL entöltes Kakaopulver (Backkakao)
  • 3 TL geriebene dunkle Schokolade
  • 3 TL Zimt
  • 150 g brauner Rohrzucker

Zubereitung:

Alle Zutaten vermischen und in der Küchenmaschine oder dem Mörser sehr fein mahlen. In luftdicht schließende Schraubgläschen abfüllen – fertig! Schmeckt sehr lecker zu Süßspeisen und Gebäck. Tipp: Streut den Schoko-Zimt-Zucker mal über Bratäpfel – einfach himmlisch!